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Als Teil der bayerischen Ludwig-Nord-Süd-Bahn wurde die als Hauptbahn trassierte Strecke von Gunzenhausen nach Nördlingen im Jahre 1849 eröffnet. Bereits am 01. August 1995 stellte die DB den Güterverkehr zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen ein. Der Abschnitt von Wassertrüdingen nach Nördlingen folgte am 01. Juni 1997. Doch schon 2 Jahre später, im Jahre 1999, fand die Strecke in der Bayern Bahn einen neuen Pächter. Durch sie wurden Sonderfahrten im Personenverkehr bereits 2003 wieder möglich. Auch im Güterverkehr ging es ein Jahr darauf wieder "steil bergauf". Von da auf sollte das Werk der Firma Schwarzkopf & Henkel in Wassertrüdingen über Gunzenhausen wieder auf der Schiene bedient werden, und zwar mit Ganzzügen von der Hauptzentrale von Langenfeld/Rheinland aus. Für die Fuhren werden neben V60, V90 und V100 der Bayern Bahn Cargo während der "Nördlinger Dampftage" sogar Dampfloks des Bayerischen Eisenbahnmuseums eingesetzt.
 
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Nachdem 362 848 am 05.10.2016 ihren Zug aus Gunzenhausen allein nach Wassertrüdingen gebracht hatte, gab es für das "Dreibein" viel zu tun. Nach dem Weichenstellen im Werk ging es hier mit der Rangiertätigkeit los.
 
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Am selben Tag hatte 362 848 einen Teil der Rangierarbeiten bereits erledigt und verlässt kurz das Werksgelände von Schwarzkopf & Henkel, um die restlichen leeren Wagen zu holen.
 
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Bundesbahntreffen in Wassertrüdingen: die schmucke V100 1365 hatte am 29.04.2016, genauso wie 363 661, ihr Rangiergeschäft zu erledigen und brachte den Flüssiglaugewagen, der planmäßig als einer der ersten Wägen im "Henkel" läuft, zur Werkshalle.
 
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Die am 05.11.1958 abgenommene V60 407, die heute als 362 407 für die Bayern Bahn Cargo fährt, kann ihren DB-Ursprung nicht leugnen, im Gegenteil. Optisch lässt sogut wie nichts auf den neuen Eigentümer schließen, lediglich ein kleiner Schriftzug im Bereich der Loknummer weißt auf ihn hin. Nachdem sie im Jahre 2012 bei DB Schenker Rail Deutschland ausgemustert wurde, brachte sie am 02.10.2015 die Fuhre aus Langenfeld/Rheinland, die sie in Gunzenhausen übernommen hatte, über die Nebenbahn bis Wassertrüdingen. Links zu sehen ist der mittlerweile als Lagerplatz genutzte Güterschuppen.
 
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Nachdem der "Kartoffelstampfer" die Fuhre für Henkel im Werk "auseinanderrangiert" hatte, war anschließend noch ein ehemaliger Wagen des Bundesmonopols für Branntwein (BfB) nach Nördlingen zu transportieren. Eine Fuhre, die an Bundesbahnzeit ohne MORA-C zurückdenken ließ und wohl auch so manchen Modellbahnfan schlichtweg begeistert hätte.
 
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Nach dem Schließen des Werkstors durch den "Meister" ging es dann in der reizvollen Abendlichtstimmung endgültig nach Nördlingen.